Kofler Tiefkühllager

3D-Ansicht des 2-gassigen automatischen Tiefkühllagers mit über 24.000 Tablar-Stellplätzen

Automatisches Tiefkühllager in Tirol bei Kofler

Nürnberg/Zams (12/2020). Das neue Logistikzentrum des östereichischen Frischelieferanten Kofler besteht aus einem automatischen, 20 Meter hohen Tiefkühllager mit Kommissionierbereich und einem Pick-By-Voice-geführten Frische- und Trockenlager. Herzstück ist das vom Intralogistikspezialisten Klinkhammer geplante, 2-gassige, automatische Tablarlager im Tiefkühlbereich von -18°C bis -24°C.

In Zams, Österreich, entsteht ein neues Logistikzentrum der Landecker Traditionsfirma Kofler, einer der führenden Frischelieferanten in der Tiroler Hotel- und Gastronomiebranche. Das Logistikzentrum besteht aus einem automatischen, 20 Meter hohen Tiefkühllager mit Kommissionierbereich und einem Pick-By-Voice-geführten Frische- und Trockenlager. Herzstück ist das vom Intralogistikspezialisten Klinkhammer geplante, 2-gassige, automatische Tablarlager im Tiefkühlbereich von -18°C bis -24°C. Das Architekturbüro thurner | mair bau.studio entwickelte dafür ein stockwerkübergreifendes Gebäude mit 31 LKW-Verladetoren.

Regionale Spezialitäten und exotische Produkte bei arktischen Temperaturen

Das Familienunternehmen Kofler ist seit 75 Jahren und heute in der 3. Generation als Zustellgroßhandel aktiv. Engagierte Mitarbeiter sorgen für einen reibungslosen Ablauf von der Produktbeschaffung bis hin zur Auslieferung mit dem eigenen Fuhrpark von 20 Kühl- und Tiefkühlfahrzeugen. Insgesamt umfasst das verkehrsgünstig gelegene Betriebsareal mit direkter Autobahnanbindung 45.000 Quadratmeter. Das 4-geschossige Gebäude wird in einem zweiten Bauabschnitt um weitere drei Stockwerke erweitert. Der umbaute Raum erreicht damit eine Größe von 145.000 m³. Genug Platz – auch in der Zukunft – für das breite Sortiment von über 1500 Lebensmitteln im Frische-, Tiefkühl- und Trockenbereich. Rund 80 % der Waren werden unmittelbar beim Produzenten eingekauft, wie etwa regionale Spezialitäten von Bauern aus dem Inntal oder der bekannte Tiroler Apfelstrudel. Aber auch viele exotische Produkte aus der ganzen Welt finden sich im Tiefkühllager.

Flexibles Tablarlager für unterschiedliche Verpackungen

Das bestehende manuelle Tiefkühlhaus mit einer Lagerkapazität von 1800 Paletten garantiert eine hohe Lieferbereitschaft, stieß aber mit dem geplanten zukünftigen Wachstum an seine Grenze. Gerade tiefgekühlte Lebensmittel erfreuen sich einer steigenden Beliebtheit. Tiefkühlraum ist teuer und so gilt es, möglichst viele Güter auf möglichst kleiner Fläche kompakt zu lagern. Aufgrund der vielfältigen Verpackungsausführungen im Tiefkühlsortiment von Kofler, wird ein Tablar als Ladehilfsmittel eingesetzt. Das temperaturgeführte automatische Tiefkühllager bietet Platz für über 24.000 Tablar-Stellplätze mit verschiedenen Karton-Höhenklassen, um die Lagerdichte zu optimieren. Der Kommissionierplatz wird thermisch vom eigentlichen Tiefkühl-Bereich getrennt und in einer Umgebung mit einer regelbaren Temperaturumgebung positioniert. Zur Steigerung der Energieeffizienz werden Kälteverlust und Wärmeeintrag im Tiefkühl-Lager so gering wie möglich gehalten. „Wir setzen auf eine intelligente Lagerautomatisierung, da für einen energieeffizienten Betrieb die Minimierung der Lagerfläche bei maximaler Raumausnutzung entscheidend ist“, erklären Martin und Anton Kofler, Geschäftsführer der Gebrüder Kofler GmbH. „Dabei konnten wir von den Erfahrungen, die Klinkhammer im Zustellgroßhandel für Hotel und Gastronomie vorwies, profitieren, und bewährte Konzepte auf unsere Bedürfnisse hin optimieren und mit Klinkhammer individuell planen.“

Um das Brandrisiko auf ein Minimum zu reduzieren, wird das Lager inertisiert und mit reduziertem Sauerstoffgehalt betrieben. Der Vorzonen-Kreislauf verbindet die Ein- und Auslagerfördertechnik im inertisierten Lagerbereich mit dem manuellen Kommissionierbereich. Die Kommissionierung der Tiefkühlartikel erfolgt nach dem Ware-zur-Person-Prinzip. Der Arbeitsplatz ist ergonomisch gestaltet. An der Fördertechnik finden die automatischen Kontrollprüfungen wie      Kontrollwiegung, Höhen- und Barcodekontrolle statt.

Eisige Kälte-Technik

Tiefkühllager erfordern eine besondere Technik. Vom kältetauglichen Öl für Getriebe, über beheizte Sensoren, kälteresistenten Dichtungen und Kunststoffen bis zu tiefkühltauglichen Industrie-PCs muss vieles beachtet werden, um eine lebenslange Haltbarkeit sicherzustellen. Auch Elektrik und Steuerungsbaugruppen müssen für frostige Temperaturen ausgelegt sein, damit die Technik „cool“ bleibt. Steuerung und Visualisierung der komplexen Materialflusssysteme regelt KlinkVISION. So können die Prozesse im automatischen Tiefkühllager lückenlos überwacht und transparent visualisiert werden. Die Fertigstellung der Anlage ist für das 1. Quartal 2021 geplant.

Daten und Fakten:

  • 2-gassiges 2-fachtiefes automatisches Tiefkühllager mit über 24.000 Tablar-Stellplätzen
  • Verschiedene höhenoptimierte Tablar-Stellplätze
  • Kommissionierplatz im temperaturoptimierten Arbeitsbereich
  • Klinkhammer Lagerverwaltung inklusive Materialflussrechner
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