Das Unternehmen plant mit einem 15.000 Quadratmeter großen Anbau am Firmensitz in Buchloe die Verdoppelung seiner Logistikfläche. Franz Mensch zählt mit einem Jahresumsatz von über 100 Mio. Euro zu Europas führenden Herstellern von Hygieneartikeln, Arbeitsschutzprodukten und Verpackungslösungen.
Der Leistungsumfang von Klinkhammer umfasst die Realisierung eines fünf-gassigen Paletten-Hochregallagers mit rund 43.000 Palettenstellplätzen in Silo-Bauweise. Ergänzt wird das Lagerkonzept durch die Anbindung eines neuen AutoStore-Lagers mit umfangreicher Behälterfördertechnik zur effizienten Abwicklung von Kleinteileaufträgen. Für die Auftragskonsolidierung kommen zwei Hubbalken-Commissioner als automatisierte Auftragszusammenführungspuffer mit insgesamt 2.032 Behälterstellplätzen zum Einsatz. Darüber hinaus liefert Klinkhammer die Palettenfördertechnik, integriert Verpackungsmaschinen und übernimmt das Retrofit eines bestehenden automatischen Paletten-Hochregallagers. Ziel des Gesamtprojekts ist es, die Lagerkapazitäten signifikant zu erweitern, Durchlaufzeiten zu verkürzen und die logistischen Prozesse nachhaltig zu beschleunigen.
Seit über 50 Jahren beliefert das inhabergeführte Unternehmen Franz Mensch Großkunden weltweit. Das Sortiment im Online-Shop umfasst rund 10.000 Produkte und reicht von Einmalhandschuhen über Schutzkittel bis hin zu Bio-Verpackungen. Ein großer Anteil der Artikel entfällt auf Einmalbekleidung für das Hotel- und Gaststättengewerbe, für medizinische Bereiche sowie die Arbeitssicherheit. Das kontinuierliche Unternehmenswachstum und steigende Auftragsvolumina führen jedoch dazu, dass das bestehende Logistikzentrum mit seinem rund zehn Jahre alten automatisierten Palettenhochregallager und einem Schmalganglager mit insgesamt 64.000 Palettenstellplätzen zunehmend an Kapazitätsgrenzen stößt. Der heutige Logistik-Komplex mit 14.000 m² und 16 LKW-Andockstellen soll um 15.000 m² erweitert werden und dann insgesamt 107.000 Palettenstellplätze sowie ein Autostorelager mit rund 63.000 Behältern bieten.
Um auch künftig eine schnelle und zuverlässige Belieferung der Kunden sicherzustellen sowie Kleinsendungen effizient kommissionieren und verpacken zu können, hat sich Franz Mensch für den Bau eines automatischen Silo-Palettenhochregallagers und die Errichtung eines AutoStore-Systems für Behälter entschieden. Auch die Verpackungs- und Versandprozesse werden weitreichend automatisiert. Die Auftragskonsolidierung erfolgt über zwei Hubbalken-Commissioner, die eine sequenzgenaue Zusammenführung der Aufträge ermöglichen und als leistungsfähiger Puffer zwischen Kommissionierung und Versand dienen. Die umfangreiche Fördertechnik beinhaltet unter anderem die Neuerrichtung automatisierter Wareneingangs- und Kommissionierplätze mit Palettenpufferplätzen, einen Leerpalettenstapler sowie Palettenwickler. Auch die Packarbeitsplätze und zwei automatisierte Verpackungslinien mit Verschließer, Volumenreduzierer und Umreifer sind über ein automatisiertes Behälterfördersystem mit integriertem Leerbehälterpuffer angebunden. Dadurch wird ein durchgängiger, hochautomatisierter Materialfluss vom Wareneingang bis zum Warenausgang umgesetzt.
Im Rahmen des Retrofits des bestehenden automatischen Paletten-Hochregallagers erneuert Klinkhammer die SPS-Steuerungen sowie die Software der Regalbediengeräte und der zugehörigen Fördertechnik. Zusätzlich wird die Anlagenvisualisierung KlinkVISION implementiert, um Transparenz und Bedienerfreundlichkeit weiter zu erhöhen. Mit der Kombination aus Neubau, Automatisierung und Retrofit schafft Franz Mensch die Grundlage für eine zukunftssichere, skalierbare und leistungsstarke Intralogistik. „Klinkhammer hat uns mit tiefgehender Intralogistik-Expertise und einem ganzheitlich durchdachten logistischen Gesamtsystem überzeugt. Der hohe Automatisierungsgrad schafft für uns eine zukunftssichere und skalierbare Basis, um unsere internationalen Kunden auch langfristig leistungsfähig und mit kurzen Durchlaufzeiten zu versorgen“, erklärt Achim Theiler, Geschäftsführer, Franz Mensch GmbH. „Es handele sich hier um die bis dato größte Investition seit der Unternehmensgründung.“
