Kommissionieren, Fördern, Steuern, Programmieren - wir in der Presse

Wenn Sie weitere Informationen, Bilder oder Unterlagen über Klinkhammer benötigen oder einen Gesprächstermin bzw. ein Interview vereinbaren möchten, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Ansprechpartnerin für die Presse: Gerlinde Stark, Tel.: +49 911 93064 148, E-Mail

Gratis setzt bei E-Commerce auf Klinkhammer

E-Commerce: Türkische Drogeriemarktkette Gratis setzt auf Klinkhammer.

Nürnberg/Istanbul (12/2020) – Gratis, die führende türkische Drogeriemarktkette mit mehr als 600 Filialen in 79 Städten der Türkei, macht ihre Logistik mit Klinkhammer fit für den E-Commerce. Neues Distributionszentrum für E-Commerce und Retail mit 600 Filialen.

Gratis, die Nummer eins im Bereich Kosmetik in der Türkei, beliefert seine Drogerie-Filialen mit 30.000 Produkten. Das Unternehmen ist in 79 Städten mit mehr als 600 Geschäften vertreten. Das Artikelspektrum erstreckt sich von Konsumgütern des täglichen Bedarfs über Kosmetik, Körperpflegeprodukte und Haushaltswaren bis hin zu Baby-Produkten. Das bisherige, manuell bediente Distributionszentrum in Tuzla nahe Istanbul, wurde um mehrere Gebäudebereiche und Geschosse erweitert. Ein innovatives Förder- und Sortersystem mit 42 Kommissionier- und Packstationen steuert den Materialfluss vom Orderstart bis zum Versand.

Leistungsstarkes Transportsystem

„Alle Lager- und Arbeitsbereiche des Gratis-Distributionszentrums werden auf verschiedenen Gebäudegeschossen mit einem Hochleistungs-Fördertechnik-System vernetzt“, erklärt Mehmet Toy, Projektleiter bei Klinkhammer. Dabei ging es vor allem darum, mehr Flexibilität im Orderhandling zu erreichen. Retail Arbeitsplätze sollten schnell in E-Commerce-Plätze umgewandelt werden können, um Engpässe durch ein durchgängiges, schlüssiges Fördertechnikkonzept zu vermeiden. „Dabei durfte der laufende Betrieb nicht durch die Erweiterungen beeinträchtigt werden“, betont Mehmet Toy. Das Herzstück der Anlage ist ein Sortersystem mit 42 Kommissionier- und Packstationen. Damit werden die zunehmenden Anforderungen an die Prozessqualität und Effizienz im Filial- und E-Commerce-Versand sichergestellt. Der Sorter verteilt alle Behälter je nach Shop auf die Arbeitsplätze. Dort werden die Behälter entleert und per Put-to-Light auf Rollwägen oder Paletten kommissioniert und verpackt.      1000 Put-to-Light-Module für Regal- und Palettenkommissionierung sind so verbaut.

Automatisierung der Materialflüsse

Um den Anforderungen an Schnelligkeit, Warenverfügbarkeit und immer kleineren Verpackungseinheiten sowohl für den E-Commerce als auch die Filialen vor Ort  gerecht zu werden, werden die Waren in getrennten Bereichen aufbewahrt. Speziell für den E-Commerce wurde ein zusätzliches Fachbodenlager mit Kommissionierbahnhöfen auf mehreren Ebenen errichtet. Bestellte Artikel werden in Behälter kommissioniert und auf jeder Ebene an die Behälterfördertechnik übergeben. Alle Behälter und Kartons werden nach der Qualitätssicherung vom Sorter je nach Filiale separiert und an ergonomisch angeordnete Arbeitsstationen übergeben. Nach der Entleerung der Behälter werden die Waren in Kartons und Plastiktaschen verpackt und entweder in Rollwägen gelagert oder auf Paletten kommissioniert.

Put-to-Light Arbeitsstationen für einen schnellen, sicheren Versand

Filial-Bestellungen werden in einem 1-stufigen Prozess an mehreren Arbeitsplätzen für den Versand auf Paletten vorbereitet. Beim Scannen der Ware zeigt eine Lampe am Put-to-Light-Display an, auf welche Palette kommissioniert werden soll. E-Commerce-Aufträge durchlaufen einen 2-stufigen Prozess. An weiteren 8 Arbeitsplätzen stehen Put-to-light-Regale mit mehreren Regalfächern für die auftragsbezogene Sortierung der Artikel zur Verfügung. Die Lampe am Regalfach zeigt jeweils an, wohin der Artikel kommissioniert werden soll, bis der Behälter leer ist. Sobald der Auftrag fertiggestellt ist, schaltet die Signallampe des Regalfachs von rot auf grün um und der Auftrag kann in Kartons oder Plastiktaschen verpackt und an den Rollwagen übergeben werden. Versanddokumente werden direkt am Arbeitsplatz gedruckt. Mehrere Auslagerstiche des Sorters sind als flexible Arbeitsstationen ausgelegt, die sowohl 1-stufige als auch 2-stufige Aufträge bearbeiten können. Falls der Puffer der Zielarbeitsstation überfüllt ist, transportiert ein Bypass-Loop die Behälter zurück zum Startpunkt des Sorters. Ein zusätzlicher Bereich für Aktionsware schafft die Möglichkeit, Schnelldreher direkt, ohne Umpacken, in angelieferten Kartons über die Fördertechnik zum Sorter zu transportieren. Zwei Heber mit einer Lift-Höhe von 15 m sorgen für Performance und Redundanz des gesamten Fördertechnik-Systems und verbinden die Hauptebenen miteinander. Zwei weitere Heber sichern die Ab- und Zufuhr der Zwischenebenen.

Visualisierung auf einen Blick

Der Klinkhammer-Materialflussrechner, der mit dem Gratis Warehouse-Management-System von High Jump kommuniziert, steuert den automatischen Transport der Behälter zum richtigen Ziel. Alle Ladungsträger sind auf der Fördertechnik jederzeit eindeutig in der Visualisierungssoftware lokalisierbar. Die eingebundenen Sensoren und Antriebe tragen in der Transportsteuerung dazu bei, dass Störungen schnell und eindeutig erkannt und behoben werden können. Zahlreiche Serviceleistungen, für die früher ein Einsatz vor Ort nötig war, können heute per Fernwartung mit Hilfe der Anlagenvisualisierung KlinkVISION® durchgeführt werden. Alle Klinkhammer Anlagen sind an den Remote Service angeschlossen und werden zentral überwacht und betreut.

Daten und Fakten

  • 2 km Behälterfördertechnik vernetzen alle Lagerbereiche
  • Sorter mit 42 Kommisionier- und Packstationen
  • 1000 Put-to-Light-Module für Regal- und Palettenkommissionierung
  • Materialflussteuerung und Klinkhammer-Visualisierungssystem
  • 4 Heber mit 7 m, 10 m und 15 m Lift-Höhe verbinden die Geschosse
  • 40 t Stahl-Konstruktion
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