Dabei wird ein manuelles Paletten-Blocklager in Geiselhöring als Zusatzstandort in einer separaten Instanz an die Lagerverwaltungssoftware KlinkWARE für einen externen Dienstleister angebunden. Die Otto Lehmann GmbH mit rund 400 Mitarbeitern ist ein führender Hersteller von Bedachungsartikeln und Entwässerungstechnik – vom Schneefangsystem über Aufdachmodulhalter bis zum Dachrinnenhaken. Das Artikelspektrum umfasst rund 3.000 Produktvarianten. Pro Jahr werden etwa 10.000 Tonnen Stahl sowie rund 3.000 Tonnen NE-Metalle, vor allem Kupfer und Zink, verarbeitet.
Das Unternehmen plant die Inbetriebnahme eines externen Speditionslagers in Geiselhöring. Dieses Lager soll über die Warehouse-Management-Software KlinkWARE verwaltet, jedoch vollständig getrennt vom Hauptlager in Neutraubling betrieben werden. Vorgesehen ist eine eigenständige Software- und Anlagenkonfiguration auf einem separaten Server, die über eine gemeinsame Hostschnittstelle Daten mit dem Hauptsystem austauscht. Der Fokus liegt auf der Abwicklung von Wareneingängen und Vollentnahmen für rund 50 Schnelldreher. Im neuen Speditionslager werden neben Wareneingang und Warenausgang von Paletten – inklusive Tourenfreigaben und Packplatzzuordnung – auch Umlagerungen, Bestandskorrekturen und die Inventur softwareseitig abgebildet. Aufgrund des hohen Standardisierungsgrades der KlinkWARE Software beträgt die gesamte Projektlaufzeit nur rund acht Wochen und umfasst Tests, Inbetriebnahme, Schulungen, Anlagenbegleitung sowie die Erstellung der Anwenderdokumentation. Das Speditionslager wird als separate Lageradresse im Hauptsystem eingerichtet, um eine systemische Trennung des eigens betriebenen Lagers mit dem Lager eines externen Dienstleisters zu gewährleisten. Gleichzeitig besteht eine Verbindung zum zentralen Lagerverwaltungssystem über das ERP-System das beispielsweise die Entnahmescheine erstellt.
Bereits im Frühjahr 2025 wurden am Standort Neutraubling ein viergassiges automatisches Hochregallager mit Ein- und Auslagerstrecken sowie Kommissionierplätzen, ein manuelles Langgutlager und ein Blocklager auf KlinkWARE umgestellt. Hintergrund der Migration waren veraltete Server und Betriebssysteme, die ein erhöhtes Sicherheitsrisiko darstellten. Zudem war die Wartbarkeit der bestehenden Software eingeschränkt, sodass eine Anpassung an die aktuelle Entwicklungsumgebung erforderlich wurde. Durch die Neuerstellung eines Pflichtenhefts wurde auch eine gesamtheitliche Prozessoptimierung vorgenommen. Hierbei konnten nicht mehr benötigte Funktionen entfallen und gleichzeitig häufig vermisste Anforderungen in die neue Lösung aufgenommen werden. Mit der Anbindung des Außenlagers schafft Otto Lehmann mehr Transparenz durch vereinheitlichte Systeme und setzt die Modernisierung seiner Logistik-IT konsequent fort.
